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Übersetzungsqualität entschlüsselt: DER Hebel für niedrigere Kosten

Übersetzungsqualität entschlüsselt: DER Hebel für niedrigere Kosten

Übersetzungen sind die lukrative Eintrittskarte zu internationalen Märkten. Dieses Ticket hat jedoch seinen Preis: In globalen Konzernen verschlingen Übersetzungen Hundertausende bis Millionen Euro pro Jahr.

Unsere Projektmanager, Kundenberaterinnen und Solution Architects kennen die Wurzel des Problems: Budgets und Prozesse für Übersetzungen werden oft „aus dem Bauch heraus“ geplant. Die Folge: Übersetzungskosten schnellen unkontrolliert in die Höhe, weil Texte ineffizient bearbeitet werden. Oder die Übersetzungsqualität bleibt minderwertig, da an der falschen Stelle gespart wird.

Für langfristige Kosteneffizienz und globalen Erfolg ist ein strategischer Ansatz in puncto Übersetzungsqualität unerlässlich.

In diesem Artikel zeigen wir:

  • wie Sie professionelle Übersetzungsqualität definieren
  • wie die Qualität Ihrer Texte messbar wird
  • wie Sie die Qualität SOFORT verbessern

Was ist gute Übersetzungsqualität?

Eine gute Übersetzung ist inhaltlich und formal korrekt, respektiert kulturelle Sensibilitäten und trägt dem Verwendungszweck des Zieltexts Rechnung.

Übersetzungsqualität ist eng mit dem Erfolg von Unternehmen verknüpft: Schlechte Übersetzungen können im Nu zu PR-Desastern, einem juristischen Nachspiel oder verärgerten Kunden führen (hier analysieren wir die Risiken schlechter Übersetzungen).

Qualität – nur eine Frage des Geschmacks?

pizza and oven

Ob eine Pizza lecker ist, lässt sich ganz objektiv begründen: Ist der Teig knusprig oder verbrannt? Wurden sonnengereifte San-Marzano-Tomaten verwendet oder billige Tomatensauce? Anderes wiederum hängt von persönlichen Vorlieben ab: Lieber New York Style oder das neapolitanische Original? Mit Oliven oder doch eher Pilzen als Belag?

Auch bei Übersetzungen gibt es zum einen objektiv messbare Kriterien für Qualität: Enthält ein Text Rechtschreibfehler? Wurden technische Begriffe korrekt übersetzt? Anderes hingegen ist subjektiv. Dazu zählen der Stil eines Textes oder der gewünschte Grad der kulturellen Adaption.

Ebenfalls wichtig: Unterschiedliche Szenarien erfordern ein unterschiedliches Qualitätsniveau. Um im Bild zu bleiben: Nicht jeden Tag zieht es uns ins Sternerestaurant – meist geben wir uns mit einem einfachen Snack zum Sattwerden zufrieden.

Eine zweckgebundene Qualität bezeichnet man bei Übersetzungen als „good enough“. Eine Anleitung für eine Kaffeemaschine muss nicht begeistern, sondern nur verständlich sein. Andere Texte – ein Kaufvertrag, eine Broschüre für eine Kunstausstellung oder die eigene Website – haben hingegen höhere Anforderungen an Übersetzungsqualität.

Kurzum: Was Übersetzungsqualität bedeutet, hängt ganz entscheidend davon ab, was SIE mit Ihren Übersetzungen erreichen wollen.

Wie Sie Übersetzungsqualität für Ihr Unternehmen definieren, klären wir im nächsten Kapitel.

Übersetzungsqualität definieren

Mit der folgenden Checkliste definieren Sie Übersetzungsqualität für Ihre Unternehmenszwecke:

Kommunikationskontext

  • Wer ist Ihre Zielgruppe? (kulturelle, sprachliche und demografische Charakteristiken)
  • Welches Ziel sollen Ihre Übersetzungen erreichen? (informieren, überzeugen, verkaufen, etc.)
  • Ist eine kulturelle Adaption der Texte für den Zielmarkt erforderlich?
  • Wo werden die Übersetzungen veröffentlicht? (z. B. Website, Software, Werbekampagne)

Marke & Image

  • Wie definiert sich Ihre Markenpersönlichkeit?
  • Wie möchten Sie Ihre Zielgruppe ansprechen? (z. B. lässig, förmlich, humorvoll)
  • Gibt es Vorgaben für Ihre Corporate Language? (konkrete Sprach- oder Stilregelungen)
  • Müssen bestimmte Themen in Ihrer Branche sensibel behandelt werden? (z. B. Tabuthemen, rechtliche Restriktionen)

Textkonventionen

  • Gibt es Format- oder Layout-Besonderheiten? (z. B. Textlängenbeschränkungen in Software-Texten)
  • Sind gesetzliche Vorgaben zu beachten? (z. B. im Hinblick auf die Anfertigung technischer Dokumentation)

Zusammenarbeit

  • Wie läuft der Review-Prozess?
  • Soll Übersetzern Referenzmaterial bereitgestellt werden? (z. B. Styleguides, Hintergrundmaterialien)

Nächster Schritt

Dokumentieren Sie die gesammelten Infos in einem Styleguide. Projektspezifische Anweisungen sollten zudem in ein Übersetzerbriefing für das jeweilige Projekt einfließen.

Übersetzungsqualität messen

Nun kennen alle Beteiligten die geforderte Qualität – von Übersetzern über Projektmanager bis hin zu Entwicklerteams und Fachabteilungen.

Wie aber lässt sich diese Übersetzungsqualität nun einheitlich messen?

Das scheint unmöglich, wenn ein Unternehmen in Dutzende Sprachen übersetzt und unterschiedlichste Teams auf diversen Kontinenten ihre Finger im Spiel haben. Hier helfen international anerkannte Standards zur Messung von Übersetzungsqualität. Die aktuell relevanteste Norm ist dabei die ISO 5060.

ISO 5060: Der neue Goldstandard für Übersetzungsqualität

Die ISO 5060 enthält eine umfassende Fehlerklassifikation, die für konkrete Übersetzungsszenarien anpassbar ist

Die 2024 veröffentlichte DIN ISO 5060-Richtlinie ist die erste internationale Norm, mit der sich objektive und systematische Evaluierungen von Übersetzungen durchführen lassen.

DIN ISO 5060 postuliert eine Fehlertypologie mit sieben Hauptkategorien:

  • Terminologie
  • Inhaltliche Korrektheit
  • Sprachkonventionen
  • Stil
  • Lokale Konventionen
  • Zielgruppeneignung
  • Design und Markup

Alle Fehlertypen können flexibel konfiguriert und hinsichtlich der Schwere gewichtet werden. Das ermöglicht eine maßgeschneiderte Definition von Qualität für unterschiedliche Textarten!

Beispiel 1: Ein Rechtschreibfehler auf einer wenig frequentierten Website ist ärgerlich, aber kaum folgenschwer. Anders sieht der Fall aus, wenn ein solcher Buchstabendreher auf ein 10 Meter hohes Werbeplakat gedruckt wird.

Beispiel 2: Eine inhaltliche Ungenauigkeit in einem Blog-Artikel sollte niedriger gewichtet werden als eine Falschaussage in einem rechtlich bindenden Vertragstext.

Nächster Schritt

Am einfachsten ist die Zusammenarbeit mit einem Übersetzungsbüro wie Milengo – dadurch erhalten Sie automatisch ISO-zertifizierte Übersetzungsqualität. Alternativ können Sie die ISO-Norm selbst erwerben und ein eigenes Bewertungsformular mit relevanten Fehlerkategorien entwickeln. Dieses Formular dient anschließend als Referenz, um Fehler in Übersetzungen standardisiert zu bewerten.

Fehlerkategorien und Auflistung von Übersetzungsfehlern in einem LQA-Formular (Linguistic Quality Assurance)

Übersetzungsworkflows im KI-Zeitalter

Mensch vs Maschine

Nicht immer sind traditionelle Übersetzungsworkflows heute noch zeitgemäß. Das hat zwei Gründe:

  1. Die Menge an Content, die internationale Unternehmen produzieren müssen, ist explosiv gestiegen – und damit auch die potenziellen Übersetzungskosten.
  2. Als Folge wird eine zunehmende Automatisierung des Übersetzungsprozesses mittels maschineller Übersetzung angestrebt.

Für riesige Textmengen sind menschliche Übersetzende oft zu teuer, zu langsam und teils auch in der Qualität zu schwankend. Doch auch Maschinen sind kein Allheilmittel: Sie produzieren unerklärliche Fehler und sind mit stilistisch anspruchsvollen Texten schnell überfordert.

Klar ist: Mensch oder Maschine allein kommen hier nicht weiter; es braucht eine smarte Symbiose.

Workflows modular denken

Übersetzen ist komplizierter als gedacht: Meist stecken mehrere, genau getimte Schritte dahinter

Lange war in der Übersetzungsbranche das Vieraugenprinzip heiliges Gesetz.

Zwei (oder mehr) Personen teilten sich dabei die Übersetzung, das Lektorat und das Korrektorat eines Textes. Propagiert wurde dieser Ansatz auch von Branchennormen wie der ISO 17100.

Allerdings sind mehrere Prüfschleifen nicht immer gleichbedeutend mit einer höheren Qualität. Eine Überkorrektur kann sich sogar negativ auf das Gesamtergebnis auswirken, getreu dem Motto „Viele Köche verderben den Brei“ – ganz zu schweigen von den exponentiell steigenden Kosten.

Fakt ist: Im Jahr 2025 gibt es nicht mehr den EINEN idealen Übersetzungsworkflow.

Deshalb entwickelt Milengo für seine Unternehmenskunden individuelle Lösungen, wie unsere obige Grafik zeigt.

Qualitätssicherung ist essenziell – ob intern oder auf Agenturseite

Damit Ihre Übersetzungen halten, was sie versprechen, ist Qualitätssicherung unverzichtbar – ob intern oder gemeinsam mit Ihrem Sprachdienstleister. So vermeiden Sie Überraschungen nach der Veröffentlichung und sichern konsistente Ergebnisse.

Fachliche Prüfung: Die Übersetzung wird inhaltlich durch eine zuständige Fachabteilung im Unternehmen geprüft – etwa durch Ingenieure oder Ihre Rechtsabteilung. Wichtig, wenn es um sensible oder technisch hochkomplexe Themen geht.

Layout-Check: Für gelayoutete Broschüren, Printmagazine und Webtexte werden letzte Fehler durch eine Prüfung der Übersetzung im finalen Design beseitigt.

User Testing: Hier wird getestet, ob eine Übersetzung im Kontext einer lokalisierten Software auch tatsächlich ihre Funktion erfüllt und an der richtigen Stelle platziert ist.

Periodische Messung der Übersetzungsqualität

Die Übersetzungsqualität sollte in regelmäßigen Abständen standardisiert gemessen werden, um zu sehen, ob sie dem geforderten Anspruch entspricht (mehr dazu im Kapitel „Übersetzungsqualität messen“).

Kontinuierliche Verbesserung

Die Abstimmung zwischen Auftraggeber und Sprachdienstleister ist unerlässlich für eine langfristige Steigerung der Übersetzungsqualität. Kunden von Milengo können beispielsweise Feedback zu Übersetzungen direkt über das Kundenportal LanguageDesk geben. Dieses Feedback wird anschließend für alle zukünftigen Übersetzungen berücksichtigt.

Übersetzungsqualität zum niedrigen Preis – geht das?

Gute Übersetzungen kosten trotz KI weiterhin viel Geld. Die gute Nachricht: Unternehmen können nicht unwesentlich sparen, wenn sie das Thema Übersetzungsqualität smart angehen. Unsere wertvollsten Tipps zusammengefasst:

  • Identifizieren Sie Bereiche, in denen eine Übersetzungsqualität von „good enough“ ausreicht, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.
  • Designen Sie stark integrierte und automatisierte Übersetzungsworkflows (hier geht’s zu unserem Guide für Übersetzungsmanagement).
  • Definieren Sie Qualitätsansprüche in einem Styleguide und kommunizieren Sie diese an alle Stakeholder, um kostspielige Missverständnisse und Nachbesserungen zu vermeiden.
  • Professionalisieren Sie Ihr Übersetzungsmanagement mit einem Translation Management System inklusive Translation Memories und mehrsprachigen Glossaren.
  • Messen Sie die Übersetzungsqualität regelmäßig und passen Sie Prozesse falls nötig an.

Die simpelste Lösung

Wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Übersetzungsservices als Rundumlösung, die TMS-Tools mit Language AI kombinieren, mit dem ISO 5060-Standard konform sind und die Stilrichtlinien und Terminologie unserer Kunden genau einhalten:

Für technische Dokumentation liefern wir präzise, fehlerfreie Übersetzungen – passgenau für Ihre Produkte und Zielgruppen. Bei Marketing- und Werbeinhalten sorgen wir für mehrsprachige Botschaften, die kulturell wirklich ankommen – und das oft deutlich günstiger als traditionelle Übersetzungsservices.

Ob Produkthandbuch oder globale Kampagne: Mit Milengo erreichen Sie mehr – inklusive höherer Effizienz, Konsistenz und Kontrolle.

Johannes Rahm

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Johannes ist ein erfahrener Übersetzer, Copywriter und SEO-Spezialist, der seit über einem Jahrzehnt in der Lokalisierungsbranche aktiv ist. Sein Fokus liegt dabei auf der Übersetzung von Marketing-Content für führende B2B-Unternehmen in der DACH-Region. Trotz seiner Passion für Science Fiction hält er die menschliche Sprache auch im Zeitalter von KI für unsere mächtigste „Technologie“ und erkundet fortlaufend ihr Potenzial, Menschen und Organisationen zusammenzubringen und zu inspirieren.

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